Das war der Treppenlauf auf die Papstwarte 28. September 2014

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Towerrunning Thriller, oder Hundertstelkrimi bei KaiserwetterGenau wie die Zeiten bei diesem Rennen, wird auch das Wetter von Jahr zu Jahr besser. Bei der ersten Austragung mussten noch vor dem Start die Stufen vom Eis befreit werden, letztes Jahr schwammen die Läufer durch eine Nebelsuppe und heuer wurden die fleißigen Wartenstürmer mit herrlichstem Sonnenschein begrüßt. Was allerdings in allen drei Jahren gleich blieb, sind die Begeisterung und gute Stimmung bei den Teilnehmern. Bereits bei der Streckenbesichtigung erfolgten ein reger Erfahrungsaustausch und hochprofessionelle Diskussionen über die richtige Renntaktik. Für alle die jetzt denken „Pfff, Renntaktik wofür? Das macht doch maximal den Bruchteil einer Sekunde aus.“ denen sei gesagt: Bei diesem Rennen geht es genau um diese Bruchteile!

Beispiel gefällig? Der Vorsprung des Siegers, Philip Langthaler, betrug 4 Hundertstelsekunden (0,04 Sekunden). Mit seiner großartigen Zeit von 21,91 Sekunden verbesserte er auch gleich seinen Streckenrekord aus dem Vorjahr. Beeindruckend war, dass er diese Zeit gleich zweimal erreichte. Der Zweitplatzierte, Klaus Hausleitner (21,95), brauchte hingegen 3 Versuche für seine beste Zeit und musste sich dann trotzdem um einen Wimpernschlag geschlagen geben. Beim vierten Versuch fehlte schließlich die Kraft um eine weitere Steigerung zu erzielen. Platz 3 erreichte Richard Artner (22,52) mit einem beherzten dritten Versuch und war nachher selbst erstaunt, dass er von Mal zu Mal schneller wurde.

Ja und danach gingen die geringen Zeitabstände wie bei einem Skirennen weiter. Platz 4 und 15 trennten knappe 2 Sekunden! Aus diesem Feld seien noch die TRA Athleten Martin Eggharter (6.Platz 23,19), Gerd Nerwein (7.P 23,54), Kevin Valachovic (9.P 23,74) und Kamil Hufnagl (12.P 24,19) hervorgehoben, die die Strecke ebenfalls in weniger als 24,5 Sekunden bewältigten und sich somit mit mehr als 1 m/sec nach oben bewegten. Diese Marke verfehlte Bernhard Karrigl (17.P 25,48) knapp, allerdings konnte er mit einem bloßhapperten (oder wer es gerne etwas gehobener hätte: mit barem Fuße) Durchgang wieder einmal einige Zuseher erstaunen.
Übrigens konnte der, wie Hausleitner, Weltcup erprobte Slowene Matjaz Miklosa nur Platz 5 erreichen. Am Ende des Tages war aber auch er von diesem Wettkampf begeistert.

Bei den Damen war das Feld mit 5 Teilnehmerinnen sehr überschaubar und hier sicherte sich Sarah Führer in 27,64 Sekunden den Sieg. Platz 2 belegte die Slowenin Jasmina Klancnik (29,22) vor Laura Zwinz (35,62). In 37,26 Sekunden verpasste Manuela Fraisl ganz knapp das Podest.

Überhaupt nutzten diesen doch sehr kurzen Lauf einige Athleten um in den Stiegenlaufsport hineinzuschnuppern und wir dürfen gespannt sein, ob man das eine oder andere Gesicht auch bei anderen Bewerben wieder sehen wird. Was am Ende des Tages aber auf jeden Fall bleibt, ist ein großartiger Wettkampf mit vielen zufrieden (Kann man das je sein? Ein bisschen schneller geht’s doch immer noch!) Stiegenläufern.

Der Link zu den Ergebnissen: http://www.ulc-horn.at/pages/posts/treppenlauf-2014819.php

Jede Menge großartige Fotos von Karl Stöger: https://plus.google.com/photos/106201483774642839588/albums/6064122509476758033?banner=pwa

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