Der erste Schritt am Weg zur alten Größe 20. Juni 2015

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Lange war es ruhig um den Donauturm, aber durch die World Federation of Great Tower in Kooperation mit Bert Copar, fand der Stiegenlaufsport wieder zurück in dieses „Biest“ von einem Turm.
Viele Läufer verbindet eine Hassliebe mit den 779 steilen Stufen bis zur Aussichtsplattform.
„Beim Start weist du ganz genau, dass deine Beine spätestens nach 2 Minuten schwer werden, aber im Ziel ist das vergessen und die Freude, einen der schwierigsten Stiegenläufe Europas gemeistert zu haben, überdeckt die Schmerzen.“ meint der Weltcuperfahrene Klaus Hausleitner.
Welchen Stellenwert der Lauf im Donauturm hat, sieht man vor allem daran, dass in dem Flucht / Notstiegenhaus angeschrieben ist, wie viele der insgesamt 60 Podeste noch zu bewältigen sind. Natürlich kann das auch zu Komplikationen führen: „Wenn du schon einige Zeit unterwegs bist und dann ein Schild siehst auf dem steht: „Noch 47 Podeste“ hast du nur einen Gedanken (Anm.: eingedeutscht und etwas verharmlost): „Mist!“, aber weiter oben hilft es dann enorm, um für einen Endspurt noch mal die letzten Kraftreserven zu mobilisieren.“
Bei den Herren waren Läufer aus 13 Nationen am Start und alle mussten sich wieder einmal dem Polen Piotr Lobodzinski (3:25,66) geschlagen geben. Platz 2 sicherte sich Tomas Celko (3:29,66) vor dem überraschend starken Tomas Macecek (3:37,59). Auf Platz 4 schaffte es in 3:39,98 der neue österreichische Stiegenlaufstar Jakob Mayer.
Das Podest der einheimischen Läufer vervollständigen Klaus Hausleitner (7. 3:53,80) und Norbert Lechner (10. 3:58,76). Ohne Andrea Mayr und Maria Theresa Handlbauer konnten die österreichischen Damen leider nicht ganz vorne mitmischen. Suzy Walsham (4:29,71) setzte sich vor Dominika Ulfik (4:44,59) und Lenka Swabikova (4:45,73) durch. Allerdings vertraten Brigitte Stocker (5. 4:57,90), Sandrina Illes (6. 5:03,48) und Sabine Nader (10. 5:49,80) die rot-weiß-roten Landesfarben sehr respektabel.
Für die Österreichischen Läufer waren gute Ergebnisse bei diesem Lauf besonders wertvoll, weil er für den Österreichischen Stiegencup einen erhöhten Faktor von 1,5 erhält.
Weiters ist er Teil des Grand Prix of Europe, bei dem es in 3 Rennen in 3 Städten (Wien, Brünn und Bratislava) in 3 Tagen um jede Menge Punkte für den Weltcup geht. Über die Ergebnisse des Grand Prix wird in einem eigenen Artikel berichtet. Im Zuge der Siegerehrung wurde Bert Copar für die großartige Zusammenarbeit, mittels einer Ehrenmitgliedschaft bei Towerrunning Austria, gedankt.
Abschließend bleibt nur noch zu sagen, dass es verständlicherweise noch etwas dauern wird bis der Donauturm Treppenlauf wieder denselben Stellenwert hat wie früher, aber Stufe für Stufe wird man sich diesem Ziel annähern. Noch 59 Podeste bis zum Ziel…