Metropolitan Sky Run (ESP – Barcelona) am 03.10.2026 – Rennbericht

Metropolitan Sky Run (ESP – Barcelona) am 03.10.2026

Zeitnehmungschaos in Barcelona – Nach mehreren Korrekturen gibt es schließlich zwei Podestplätze für Österreichs Stiegenlaufende

 

Zeitverschiebung zwischen Österreich und Barcelona? Ist in den globalen Zeitzonen eigentlich nicht vorgesehen. Trotzdem kam es für 2 österreichische Teilnehmende des Metropolitan Sky Runs in Barcelona zu teils kuriosen Situationen mit ihren Zeiten. Abgesehen dieser – für Wettkämpfer trotz allem elementaren – Verfehlungen bei der sportlichen Kernkompetenz, der verlässlichen Zeitnehmung, ist dem Veranstalter ein großartiges Event gelungen.

Nachdem bereits das Jänner-Rennen in Barcelona im Torre Glories wettertechnisch unter keinem guten Stern stand, musste auch beim Sky Run regenbedingt der Streckenverlauf angepasst werden. Dass der etwa 80m lange, flache Vorlauf entfiel, war allerdings im Sinne der meisten Stiegenläufer, weil dadurch der Fokus noch mehr auf ihre Wettkampfdisziplin, dem Überwinden der 569 Stufen, gelegt werden konnte. Und wer dieser Änderung skeptisch gegenüberstand, wurde beim perfekt inszenierten Start mit motivierender Musik (die Athleten konnten bei der Anmeldung sogar ihr persönliches Einlauflied wählen) und Anfeuerungen richtig angeheizt.

Der Regen hielt sich dann am Wettkampftag sogar sehr lange zurück und lediglich die letzten Starter der Open Kategorie mussten sich bei den schwierigen Bedingungen im Außenstiegenhaus nach oben kämpfen. Davor und speziell bei den Elitestarts, die den Wettkampfvormittag eröffneten, herrschten perfekte Wettkampfbedingungen und es war alles angerichtet für schnelle Zeiten. Aufgrund der geänderten Strecke können diese Zeiten natürlich nicht 1:1 mit den Ergebnissen von 2024/25 verglichen werden, da jedoch sowohl bei den Damen als auch den Herren die Creme de la Creme der Stiegenlaufszene am Start stand, wären auch die alten Streckenrekorde mit Sicherheit gebrochen worden.

Die Ehre den Wettkampf zu eröffnen hatte die Österreicherin Annemarie Wilhelm. Pünktlich um 9:00 durfte sie sich auf den Weg machen, um ihre nächste Topplatzierung einzulaufen. Als bei ihr 2:56 als Laufzeit angezeigt wurde, ging ein Raunen durch die Menge, da man keine gar so schnelle Zeit erwartet hätte. Als Kamila Chomanikova (SVK) in 2:53 einlief und Valentina Belotti (ITA) unrealistische 25 Sekunden Rückstand aufwies, machte sich der Verdacht breit, dass die Zeitnehmung nicht ganz sauber funktioniert hatte. Die Reihenfolge der Top 3 schien in Ordnung und plausibel aber Kamilas und Annemaries Zeiten wurden nach der Siegerehrung nochmal “verschoben”. So gewann Kamila in 3:00 vor Annemarie 3:10 und Valentina 3:19.

Noch kurioser wurde es bei den Männern. Hier ging planmäßig Wai Ching Soh (MAS) in 2:21 vor Ivan Vuletic (CRO – 2:26) in Führung. Doch danach wurde plötzlich Klaus Hausleitner mit 2:13 als Führender geführt. Obwohl Klaus im Zielbereich sofort anmerkte, dass hier offensichtlich ein Fehler vorlag (seine Stoppung zeigte eine etwa 20 bis 25 Sekunden langsamere Zeit), wurde dieser Fehler bis zur Siegerehrung nicht korrigiert. So wurde Klaus zwar als Sieger aufgerufen, jedoch ordnete er kurzerhand das Podest um. Wai Ching durfte vom obersten Stockerl seinen verdienten Sieg feiern, Ivan Platz 2 und da sich Klaus nicht zu 100% sicher war ob er Dritter wurde nahm er auch noch den Viertplatzierten Taiwanesen Ching Chun Lo (2:40) mit und teilte sich fürs Siegerfoto den dritten Platz mit ihm. Letztlich belegt Klaus, nachdem seine Zeit noch zweimal verschoben wurde (zuerst auf 2:39 und dann auf die letztgültigen 2:32), offiziell den 3.Platz und Ching Chun musste sich mit Blech begnügen. Abschließend soll natürlich auch Daniel Weißenböck erwähnt werden, der mit einer super Leistung in 2:47 auf den siebenten Platz sprintete.

Wie immer bei solchen Zeitnehmungsproblemen bleibt leider ein fader Beigeschmack und man hofft, dass diese Fehler im nächsten Jahr nicht mehr vorkommen.

Für Annemarie geht es jedenfalls in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch im New Yorker Empire State Building weiter, wo die Chancen auf den ersten rot-weiß-roten Erfolg seit Andrea Mayr (zuletzt 2006) und Rudolf Reitberger (zuletzt 2005) sehr gut stehen. Klaus hingegen fordert am Mittwoch David Kattermann im Linzer TNF-Turm zur Revanche für die knappe Niederlage im Haus des Meeres.

 

Hier findet ihr die Ergebnisse: https://sportmaniacs.com/en/races/metropolitan-sky-race-2026/6ac0ded7-04f4-483f-9c84-4735ac1f1393/rankings#/ranking/8500871a-ab45-4956-8e50-a9021a0355f1/SkyRun%20%C3%89LITE/ranking

Die kommenden Läufe in Österreich im Eventkalender

Der Link zur TWA: https://www.towerrunning.com/

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